Wir arbeiten im Einzelgespräch mit folgenden Elementen:

 

Dialog und dialogische Intervention

Wir sprechen mit Ihnen. Als Therapeuten versuchen wir, Sie so gut wie möglich zu verstehen. Darum fragen wir oft nach, wie Sie etwas meinen. Mehr noch: Wir möchten in Kontakt kommen, eine Begegnung herstellen. Unsere Aufmerksamkeit gilt ganz Ihnen.
Eine dialogische Intervention kann z.B. sein, Ihnen eine Rückmeldung darüber zu geben, wie das von Ihnen Gesagte gerade auf den Therapeuten wirkt. Sie werden  wahrgenommen und bekommen ein Feedback.

 

Achtsamkeitsübungen
Sie werden angeleitet, Ihren Körper, Ihre Gefühle, Ihre Gedanken und Impulse bewusst wahrzunehmen und einzuordnen. Das kann zum Beispiel mittels eines „Body-Scans“ geschehen, bei dem Sie langsam mit Ihrer Aufmerksamkeit ihren ganzen Körper durchwandern. Eine gute Wahrnehmung kann helfen, ungesunde Verhaltensmuster zu entdecken, neue Erkenntnisse zu etablieren und Entscheidungen zu treffen, mit denen Sie zufriedener sind.

Gestalttherapeutische Experimente
Im Dialog mit Ihnen entwerfen wir gemeinsam Experimente, bei denen Sie wertvolle neue Erfahrungen machen können, sich selber besser verstehen lernen und alternative Verhaltensweisen im sicheren Rahmen einer Therapiesituation ausprobieren können. Das kann zum Beispiel so aussehen, dass Sie einen inneren Anteil (vielleicht ein Gefühl, z.B. Ihre Angst) auf einen leeren Stuhl setzen und ein Gespräch mit diesem Anteil inszenieren, mit dem Ziel, diesen Anteil besser kennenzulernen und in Ihr Leben zu integrieren.

 

Spirituelle Begleitung (Gebet, Vergebung, Arbeit am Gottesbild)

Die Begegnung mit Gott ermöglicht Erfahrungen und heilsame Erlebnisse, die dem therapeutischen Prozess eine zusätzliche und für manche Menschen unverzichtbare Dimension geben. Wir glauben an das christliche Evangelium, wie es in der Bibel überliefert wird und begleiten Menschen in seinem Sinne: Der ewige Gott sagt „Ja“ zu allen Menschen und wendet sich uns liebevoll und unterstützend zu. Er will uns helfen, ein erfülltes und sinnvolles Leben zu führen und eine Perspektive über die materiellen und ideellen Werte unserer modernen Gesellschaft hinaus zu entwickeln.
Wenn Sie es wünschen, beten wir mit Ihnen und gestalten mit Ihnen die Prozesse von Bekenntnis und Vergebung.


Zeitlicher Rahmen: 60 Minuten

Kosten: Nach Vereinbarung. Für das Erstgespräch berechnen wir grundsätzlich 20,- €

 


In Paargesprächen arbeiten wir ergänzend mit

 

Paardialog und Paarexperimenten
Wir sprechen mit Ihnen als Paar. Jeder von Ihnen darf seine Seite des Erlebens darstellen und wird darin ernst genommen. Dann helfen wir Ihnen miteinander ins Gespräch zu kommen. Wir entwerfen mit Ihnen kleine Übungen, wie Sie einen alternativen Umgang miteinander ausprobieren können. Dabei lernen Sie sich neu kennen und entdecken auch die „Fallstricke der Kommunikation“, die sich vielleicht unbemerkt über Jahre etabliert haben.

 

Elementen aus der gewaltfreien Kommunikation nach M. Rosenberg
Verlangsamung und Deeskalation der partnerschaftlichen Kommunikation mittels der vier Stufen der GfK: Beobachtung des Anderen, Wahrnehmung des eigenen Gefühls, Erkennen des zugrunde liegenden Bedürfnisses und Formulierung einer Bitte.

 

Übungen und Hausaufgaben für Zuhause
Als Unterstützung für die Weiterführung des Prozesses zuhause entwerfen wir mit Ihnen kleine Übungen, die Sie im Alltag umsetzen können und deren Ergebnis immer wieder besprochen werden. Beispiel: "Versuchen Sie einen Termin zu finden, bei dem Sie eine halbe Stunde über ein bestimmtes Thema miteinander sprechen."

 

Einige unserer Grundsätze für Seelsorge und Therapie:

 

1. „Es ist, wie es ist"
Annahme dessen, was ist, ist ein ganz wichtiges Element. Wir nehmen Sie, wie Sie sind. Sie müssen sich nicht von ihrer „besten Seite“ zeigen. Ihre Befürchtungen, beschämt oder verurteilt zu werden, respektieren wir. Es ist unsere Überzeugung, dass die besten Schritte zur Veränderung auf dem „Boden der Tatsachen" gemacht werden. Wir helfen Ihnen auch dabei, sich selbst mit ihren ungeliebten Schattenseiten zu akzeptieren.

 

2. „Sie bestimmen das Thema"
Die wichtigen Themen im Leben machen sich immer bemerkbar, vielleicht nur mittels des Gefühls „Es stimmt was nicht mit mir!“ Deswegen lassen wir Sie das Thema einer Therapieeinheit bestimmen – Sie sagen woran Sie arbeiten möchten, vielleicht ist heute etwas ganz anderes wichtig als beim letzten Mal, vielleicht brennt Ihnen etwas unter den Nägeln. Wir helfen Ihnen dabei, Ihre Empfindungen in Worte zu fassen, die Themen zu erfassen und zu fokussieren. Unsere Erfahrung ist, dass der „rote Faden“ nicht verloren geht. Andernfalls sorgen wir dafür, dass Sie wieder darauf zurückkommen.

 

3. „Bewusstheit fördern"
Viele Störungen werden schon gelindert, wenn Ihnen der zugrunde liegende innerseelische Konflikt bewusst wird. Deswegen nutzen wir verschiedene Methoden, damit Sie mit sich selbst in Kontakt kommen und sich besser verstehen. Wir finden gemeinsam heraus, nach welchem Muster oder Schema bestimmte Prozesse in Ihrer Gefühlswelt ablaufen, damit Sie alternative Handlungsweisen für sich ausprobieren können.
Bei der Therapie traumatischer Erlebnisse kann es wichtig sein, die eigentlichen Ereignisse zunächst nicht wieder ins Bewusstsein zu holen, sondern sie sicher zu verwahren. Dann lenken wir die Bewusstheit vorwiegend auf die Aspekte Ihrer Gefühlswelt, die Sie stabilisieren und Ihnen helfen, mit dem Erlebten umzugehen.